Sonntag, 21. Dezember 2014

Rezension zu „Sophia – dem Abgrund so nah“ von Valerie Le Fiery

Hallo ihr Lieben,

Bei Blogg dein Buch habe ich mich wieder beworben und nun darf ich euch folgendes Buch vorstellen:




„Sophia – dem Abgrund so nah“ von Valerie Le Fiery


Klappentext:
Sophia hat alles, was man sich mit Mitte dreißig wünschen kann – einen gut aussehenden Mann, einen tollen Job, ein eigenes Häuschen und eine Tochter, die allerdings gerade mitten in der Pubertät steckt.

Eigentlich könnte sie glücklich und zufrieden sein, wenn …
… es nicht immer wieder Streit mit dem Angetrauten gäbe.
… sie auch ab und zu einmal Zeit hätte … für sich und die Familie.
… das Leben nicht eines Tages ohne Vorwarnung eine falsche Karte ausspielen würde.

Wird Sophia lernen, sich ihren Problemen zu stellen oder wird sie scheitern?  An ihrer Ehe, am Leben, an sich selbst?


Inhalt:
Da ist Sophia, eine beruflich erfolgreiche Frau mit Mann und Kind. Da ist aber auch das Problem, das ihr derzeit nicht berufstätiger Mann es Leid ist, wenn Sophia zu lange arbeitet und nicht am Familienleben teilnimmt. Und da ist auch die Tochter, die momentan in der Pubertät steckt und sowieso kein Interesse an ihr hat.
Ihr Mann – Christian – wird von Sophia in flagranti erwischt und für sie bricht in diesem Moment ihre heile Welt komplett zusammen. Christian zieht aus, ihre Tochter gleich mit und Sophia versucht nur, die Tage irgendwie zu überstehen. Leider mit Tabletten und Alkohol. Es geht so weit, dass sie ihren Job aufgrund eines Fehlers und darüberhinausgehend ihr Haus verliert. Sophia sitzt auf der Straße, bekommt immer weniger Unterstützung vom Amt, da sie ihre dortigen Termine nicht wahrnimmt, und ihre größte Sorge ist, nicht genug Geld für Alkohol und Tabletten zu haben.
Obdachlos und krank findet eine alte Freundin Sophia frierend am Bahnhof und nimmt sie mit nach Hause, päppelt sie wieder auf und macht einen Entzug mit ihr.....




Meinung:
In diesem Buch wird beschrieben, wie es im schlimmsten Fall laufen kann. Es ist ein sehr schwieriges Thema, denn ich bin der Meinung, dass man sich niemals so gehen lassen darf. Schlimme Sachen passieren und wenn einem von einer Sekunde auf die andere der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist das sehr nervenaufreibend und schwierig zu bewältigen. Dennoch muss man daran denken, dass es irgendwie immer weitergeht. Trennungen sind schlimm – keine Frage – aber kein Mensch im Leben ist es wert, deshalb selbst fast zugrunde zu gehen. Ich finde, die Protagonistin hätte viel mehr um ihre Tochter kämpfen müssen. Sie hat es einfach hingenommen, dass sie nicht mehr da ist. Hat sich gehen lassen und lieber mit Alkohol und Tabletten vollgestopft, bis sie mehr als hinüber war, anstatt mit Selbstachtung eine friedliche Einigung, die auch für die Tochter akzeptabel gewesen wäre, herbeizuführen. Keine Frage, Alkohol und Tabletten sind Süchte – nein, sind Krankheiten, ganz schlimme Krankheiten sogar. Und natürlich brauchen die Betroffenen Hilfe. Doch bin ich der Meinung, dass man sich diese Krankheit „selbst“ zufügt. Ein Mensch mit Krebs, jemand mit nur einem Bein oder Leute mit diversen anderen angeborenen Krankheiten haben von mir definitiv mehr Mitgefühl.
Ich persönlich bin ein Typ Mensch, der versucht, sich so schnell wie möglich wieder aufzurappeln, frei nach dem Motto: „Hinfallen, Aufstehen, Krönchen richten, Weitergehen“. Und nicht: „Hinfallen, liegen bleiben und vor sich hinvegetieren“. Das ist jetzt vielleicht etwas brutal ausgedrückt, aber genauso war es in diesem Buch.
Generell hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es ein absolut alltägliches Thema anspricht, das jedem passieren kann, vor dem niemand gefeit ist. Es war für mich auch interessant zu lesen, warum Sophia so oder so reagiert hat. Ich habe versucht, mich ein bisschen hineinzuversetzen, nachzuvollziehen und mitzufühlen. Es mögen manche Entscheidungen vielleicht nachvollziehbar sein, aber dennoch bin ich überzeugt davon, dass sie es auch anders machen hätte können!

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen, weil
… es ein sehr schwieriges Thema ist, welches aber gut aufgegriffen wurde,
… es mir auch mal andere Ansichten gezeigt hat,
… es sehr flüssig zu lesen war und
… es dem einen oder anderen vielleicht wirklich hilft!
Vielen Dank an Blogg dein Buch und an den Roman-Verlag. Das Buch kann man sich hier bestellen! 
Liebe Grüße
Claudia

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